Club of Hohenheim e.V.


 
 

Studienfahrt Warschau

Im Frühjahr 2018 führt unsere nächste Studienfahrt vorraussichtlich nach Warschau - nähere Informationen zum Ablauf und zur Anmeldung folgen in Kürze!

Studienfahrt Kiew

Nach demokratischer Abstimmung unter allen Mitgliedern des Vereins entschieden wir uns, für diese Studienfahrt Anfang Mai 2016 nach Kiew in die Ukraine zu reisen.

Auf dem Programm am Mittwoch standen ein Besuch im Ukraine Crisis Media Center und bei der International Milk Company. Am Donnerstag statten wir dem OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) im Hauptquartier einen Besuch ab, wo wir einen detaillierten Einblick in die Situation in der Ostukraine und der Rolle der OSZE in diesem Konflikt bekommen konnten. Abschließend trafen wir uns am Freitag mit Mitarbeitern der Friedrich-Naumann-Stiftung und anschließend mit Andreas Stein, einem unabhängigen Journalisten.

Abgerundet wurde das Programm mit mehreren Stadtführungen von Bekannten, die uns sehr viel über Kiew und die dortige Situation erzählen konnten. Die Erkundung der lokalen Küche und dem Nachtleben kam natürlich auch nicht zu kurz.

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Studienfahrt Istanbul

Im Mai 2015 reisten wir nach Istanbul und erlebten hautnah die angespannte Lage kurz vor der Parlamentswahl. Unter anderem ein Besuch im deutschen Konsulat, die Friedrich-Ebert-Stiftung und verschiedene Menschenrechtsorganisationen standen auf dem Programmpunkt. Abgerundet wurde unser Programm mit einer Tour über den Bospurus, diversen Restaurantbesuchen und ausgiebiger Feierei.

Studienfahrt Baltikum

Vom Balkan ins Baltikum – die Studienfahrt im Juni 2013 vollzog nicht nur ein Regionswechsel, sondern erstreckte sich auch zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte über zwei Länder. Mit Estland und Lettland besuchten die CoHler zwei der drei baltischen Staaten und stellten fest, dass Blutwurst und Sauerkraut sich durchaus als kulinarische Exportschlager in die ehemals deutsch besetzten Gebiete eignen. Ein weiteres Novum ist die selbständige Organisation durch die reiseerprobte Gruppe, da noch kein Vereinsmitglied dauerhaft ins Baltikum vorgedrungen ist. 

Los ging es am Pfingstwochenende. Am Montag startete das Programm mit einer Stadtführung durch Tallinn, die die mittelalterlich geprägte Altstadt und deren Burgen, Denkmäler sowie Legenden erläuterte. Wie all unsere geführten Touren auf der Reise, war auch diese unterhaltsam und vom Charme der jungen Studentin geprägt. Mittags diskutierte die Gruppe das estnisch-deutsche Verhältnis mit Thomas Schneider, Leiter Länderprojekt Estland und Regionalprojekt EU-Russland-Dialog der Konrad-Adenauer-Stiftung, und Lauri Mälksoo, Professor für Internationales Recht der Universität Tartu und Berater des „Chancellor of Justice“ / Justizkanzlers der Republik Estlands. Die Diskussion wurde am Folgetag in der deutschen Botschaft wieder aufgenommen. Von besonderem Interesse für die Teilnehmenden war die Situation der russischen Minderheit in beiden Ländern: Russisch-stämmige Esten und Letten stellen nahezu ein Drittel der Bevölkerung, besitzen aber weitestgehend nicht die jeweilige Staatsbürgerschaft aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse.

Auch abends war stets für Programm gesorgt: Dank der Kontaktfreudigkeit eines pfiffigen CoHlers fand sich die Gruppe schnell in diversen Bars wieder und die gastfreundlichen Esten scheuten keine Mühen über den Like A Local Guide hinaus Tipps zu geben und kräftig mitzufeiern.

Am Mittwoch ging es mit dem Bus mit Zwischenstopp im estnischen Badeparadies Pärnu weiter nach Riga. Am Donnerstagmorgen besuchte die Gruppe LARLG und NORDEN, wo sie mehr über die Dezentralisierung Lettlands und die Zusammenarbeit der nordischen Staaten mit dem Baltikum erfuhr. Mittags folgte eine Stadtführung durch Riga, die das russische Viertel und einen im Jugendstil erbauten Stadtteil thematisierte. Abschließend wurde bis spät in die Nacht das Tanzbein geschwungen– trotz vergessener Tanzhose. Am Freitag lernte die unermüdliche Gruppe durch ihren Besuch bei VASAB mehr über die regionale Zusammenarbeit der Ostseeanrainerstaaten. „Very nice!“ Zudem kam eines der Lieblingsthemen zur Sprache: die RailBaltica. Die Schnellzugstrecke soll zukünftig die drei baltischen Staaten miteinander verbinden und sich bis Sankt-Petersburg erstrecken. Regionale Streitigkeiten und begrenzte finanzielle Mittel hemmen jedoch das Projektvorhaben. Am Mittag folgten Parlaments- und Opernführungen mit anschließendem Kammerkonzert – ein kleiner Einblick in das weitreichende Kulturangebot der beiden Länder.

Insgesamt erlebte die Gruppe eine intensive, faszinierende und erlebnisreiche Woche. Herzlichen Dank an alle mitwirkenden CoH-Hasen!

Studienfahrt Sarajevo

Die ausgeprägte Affinität zum Balkan kommt nicht von irgendwo. Beste Kontakte durch langjährige Vereinsmitglieder und Ehrennadelträger, eine interessante und bewegende Geschichte, fleischhaltiges Essen und bestes Bier ziehen den CoH Jahr für Jahr magisch an. Nach Serbien 2009 und Kosovo 2011 machte sich die elfköpfige Delegation im Mai 2012 auf nach Sarajevo.

Am Mittwochabend wurde dem bosnischen Wintereinbruch getrotzt und wir feierten mit Börek und Joghurt die Zusammenkunft. Trotz des Lapsus in moslemischen Restaurants Bier zu bestellen, durfte der feierlichen Installation des Multimedia Systems beigewohnt werden. Die nächsten beiden Tage waren geprägt von politischem Programm bei verschiedenen Organisationen, wie z.B. der EU mit spokesperson Andy McGuffie, dem Regional Cooperation Council „it’s like James Bond story but it works“, der Konrad Adenauer Stiftung mit Sabina Wölkner (ein Delegationsmitglied würdigte den KAS Vortrag auf besondere Art und Weise!), dem bosnischen Außenministerium mit Adnan Hadrovic und der GIZ. Ein Treffen bei der OSCE (nicht OECD!) rundete das Programm am Montag ab. Dazu gab es das allmorgendliche Ritual beim Kaffeemann mit bosnischem Kaffee (türkischer Kaffee wird einmal aufgekocht, bosnischer zweimal!!), das allmittägliche Ritual (Kaffe + W-LAN + Toilette) und das allabendliche Ritual (Cevap, Zwiebeln, Brot und Joghurt).

Einer der Höhepunkte war die Stadtführung mit Neno von „Free Sarajevo Walking Tours“, der uns die Geschichte, Religion, Politik und Kultur Bosniens näher brachte: „Why Do Yugos have heated rear windows? - To keep your hands warm while you're pushing them.” Dabei brillierte der CoH ganz im Stile des Mottos „Passion to Perform“ mit der richtigen Beantwortung der Preisfrage: „Welches Land hat den höchsten Pro-Kopf Kaffeekonsum?“. Rote Rosen, das Denkmal der Kinder, Einschusslöcher und weiße Friedhöfe zeigten uns die andere Seite von Sarajevo und führten uns ergreifend vor Augen, wie sehr die Einwohner und Neno unter der Belagerung gelitten haben. Abends wurde die Delegation regelmäßig von Djindjic-Alumni bestens betreut. Besten Dank dafür!

Am Samstag stand ein Ausflug nach Mostar auf dem Programm. 130 km in 3 ½ Stunden Zugfahrt verschafften Erholung und eine tolle Aussicht. Raucher kommen hier noch richtig auf ihre Kosten. Nach legendärem Plazmakeks-Eis und großartigem Sonnenschein ging es abends direkt zum Champions League Finale. Die bittere Pille wurde anschließend im Club Sloga verarbeitet. Manch andere interpretierten hier interkulturelle Völkerverständigung auf ihre eigene Weise. Sonntags stand das Tunneli Museum auf dem Programm, ein Museum über den Versorgungstunnel unter der Rollbahn des Flughafens, der während der 44-monatigen Belagerung Sarajevos den einzigen Ausweg aus der Stadt bot. Nachmittags wurde im Aussichtslokal über den Hügeln von Sarajevo entspannt und manch CoHler beindruckte durch die Wahl modischer Farbkombinationen.

Fazit: Danke Sascha! Danke an alle CoH-Hasen! Es war ein großartiges und ergreifendes Wochenende.

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Studienfahrt Kosovo

Nach legendären Visiten in Straßburg, Bonn, Belgrad und Berlin reiste eine elfköpfige CoH-Delegation im März 2011 zum nächsten Stopp auf den Balkan. Die ersten zwei Tage waren Land und Leuten gewidmet, mit Spaziergängen durch Pristina-Downtown, ersten Gehversuchen im Pristina-Nightlife und dem von Muezzin-Gesängen begleiteten Sonnenuntergang in den Burgruinen über Prizren!

Nach diesen entspannten Tagen der Eingewöhnung wurde natürlich das diplomatische Parkett betreten! Los ging es bei unserem Gastgeber und alten CoH-Hasen Kai Müller-Berner im International Civilian Office (ICO) bzw. beim European Union Special Representative (EUSR); Chef beider Organisationen ist Pieter Feith – und die Krux dabei ist: ICO erkennt die volle Souveränität des Kosovo an, EUSR tut dies nicht. True Story! Nach dem Mittagessen folgte ein Briefing bei der EU-Rechtsstaatlichkeitsmission EULEX: Gesprächspartner waren der albanische Pressesprecher, die serbische Pressesprecherin und ein amerikanischer Richter („The problem with people in organized crime is that they are so very organized.“) Den Tagesabschluss gestalteten zwei junge Herren vom kosovarischen Ministerium für europäische Integration – und das nach Dienstschluss! Das ist der richtige Spirit! Danach gab‘s auch Dienstschluss für uns.

Am nächsten Morgen hieß es: „Willkommen in der deutschen Botschaft!“, von hier direkt weiter nach Grancanica, einer neu gegründeten serbischen Gemeinde vor den Toren Pristinas. Zu sehen gab es ein serbisch-orthodoxes Kloster, zu hören die Ideen des Bürgermeisters zur Zukunft der Gemeinde. Den politischen Abschluss dieser Reise gestaltete der Chefzyniker und ‚head of political affairs‘ der Vereinten Nationen im Kosovo. Hört sich merkwürdig an? War es auch! Trotzdem ein würdiger Schlusspunkt des politischen Programms. Und selbstredend der Startschuss für eine legendäre letzte Nacht an den Theken Pristinas!

Fazit: Wer nicht dabei war, wird kaum glauben, was diese Stadt zu bieten hat! Danke an alle Beteiligten!

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